Arbeitskreis Europa mit neuer Spitze

Nach 17 Jahren des engagierten Einsatzes für Europa bekommt der ehemalige Europakandidat der SPD, Hans-Jürgen Gottwald, Unterstützung in der Leitung des Arbeitskreises. Melanie Köller, die aus dem Landkreis Karlsruhe-Land kommt und im Europäischen Parlament arbeitet, und Hans-Jürgen Gottwald freuen sich auf die Zusammenarbeit. Sie hoffen, dass sie mit ihrer Arbeit künftig nicht nur Jung und Alt in der SPD ansprechen, sondern auch Nichtmitglieder erreichen können. "Wir haben uns vorgenommen, europäische Themen von Brüssel und Straßburg nach Karlsruhe zu bringen.", wurden die beiden in der letzten Sitzung des Pfinztaler Arbeitskreises Europa der SPD zitiert. Bei seinem jüngsten Treffen schenkte der Arbeitskreis Europa insbesondere der neuen Struktur der EU-Kommission Aufmerksamkeit: Von der Leitung und Koordination der sieben Projektteams durch sechs Vizepräsidenten und die Hohe Vertreterin der Union für Außen- und Sicherheitspolitik erwartet sich der Arbeitskreis eine Politisierung der Arbeit der EU-Kommission. Die politischen Leitlinien der neuen Kommission wie "Arbeitsplätze, Wachstum, Investition und Wettbewerbs-fähigkeit", "Digitaler Binnenmarkt", "Energieunion“ und "Euro und sozialer Dialog", die dem Zuschnitt der Projektteams entsprechen, hält der AK Europa für angebracht. Der Arbeitskreis freut sich bereits darauf, die künftige Arbeit der Kommission zu verfolgen und mit den Bürgerinnen und Bürgern aus Karlsruhe-Stadt und -Land Themen wie "europäische Städtepartnerschaften" und "Kommunen in Europa" zu diskutieren. Daneben wird der Arbeitskreis auch weiterhin Reisen zu den EU-Institutionen nach Brüssel und Straßburg organisieren.

 

Einladung zur Brüssel-Fahrt 2014

Der Arbeitskreis Europa der SPD Region Karlsruhe lädt wieder zu einer Fahrt nach Brüssel ein

Abfahrt am 7. Juli, Treffpunkt 5.30 Uhr Hbf. Karlsruhe, Eingangshalle

Rückkehr am 9. Juli, 19.00 Uhr Hbf. Karlsruhe

Programmschwerpunkte sind: Besuch des Europäischen Parlaments und ein Gespräch mit dem Europa-Abgeordneten Peter Simon, Gespräche und Mittagessen beim Ausschuss der Regionen, Besuch der Landesvertretung Baden-Württemberg und der Vertretung der BW-Kommunen sowie ein geführter Stadtrundgang.

 

Weichenstellung für Europa

Die amtierende Europaabgeordnete der SPD, Evelyne Gebhardt, die auch für die neue Legislaturperiode kandidiert,  erläuterte bei Ihrem Besuch im Berghausener Naturfreundehaus dem interessierten Publikum, dass es für die kommende Legislaturperiode des Europäischen Parlaments drei wesentliche Baustellen gibt:

 

Hände weg vom Wasser - Keine Liberalisierung der Wasserversorgung durch die Hintertür.

„Einem Gesetz zuzustimmen, das auch nur die geringste Gefahr birgt, dass es auf Kosten der öffentlichen Daseinsvorsorge geht, ist schlicht fahrlässig. Mögliche Folgen werden dann einfach auf dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger ausgetragen" kritisieren die Genossinnen und Genossen der SPD Pfinztal das Ergebnis einer Abstimmung im Binnenmarkt- und Verbraucherausschuss des Europäischen Parlaments zur umstrittenen EU-Gesetzgebung, mit der erstmals in der EU die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen einheitlich geregelt werden soll. Der Mannheimer Peter Simon (SPD) war einer von wenigen Abgeordneten, die den Richtlinienvorschlag der EU-Kommission deshalb von Beginn abgelehnt hatte. Massiver Gegenwind kommt allerdings aus der eigenen Heimat.

 

Begeisterung für Europa

machte sich bei den zahlreichen TeilnehmerInnen der SPD-Veranstaltung breit, die ins Berghausener Naturfreundehaus gekommen waren, um zusammen mit der Europaabgeordneten Evelyne Gebhardt über das Thema „Was wird aus Europa?“ zu diskutieren.
„Europa ist mehr als Wirtschaft und Finanzen. Wir brauchen das soziale Europa, in dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Finanzen und Märkte“ machte Gebhardt in ihrer Rede deutlich, die einem Modell von Europa, dem blinde Marktgläubigkeit zugrunde liegt, eine klare Absage erteilt.

 

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