Warum eine Katzenschutzverordnung für Pfinztal

Foto: pixabay / Symbolbild Streunerkatze

Immer wieder werden in Pfinztal freilebende und herrenlose Katzen entdeckt – oftmals krank, unterernährt oder ohne medizinische Versorgung. Die Zahl dieser sogenannten „Streunerkatzen“ wächst seit Jahren. Ursache dafür ist vor allem die unkontrollierte Vermehrung nicht kastrierter Freigängerkatzen. Eine einzige Katze und ihre Nachkommen können innerhalb weniger Jahre zahlreiche weitere Tiere hervorbringen. Für viele dieser Tiere bedeutet das ein Leben voller Leid.

Deshalb hat die SPD-Fraktion bereits am 22.04.2024 die Einführung einer Katzenschutzverordnung beantragt.

Eine Katzenschutzverordnung verpflichtet Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen dazu, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Zahlreiche Städte und Gemeinden haben diesen Schritt bereits erfolgreich umgesetzt, so auch Karlsruhe, Waldbronn und Karlsbad. Ziel ist es, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und langfristig das Tierleid zu reduzieren.

Denn die Realität sieht oft erschreckend aus: Viele freilebende Katzen leiden an Krankheiten, Parasitenbefall oder Verletzungen. Besonders Jungtiere haben häufig kaum Überlebenschancen.  

In Pfinztal engagieren sich Mitglieder des Katzenschutzvereins Karlsruhe und Umgebung sowie weitere ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer seit Jahren mit großem Einsatz. Sie fangen Streunerkatzen ein, lassen sie auf eigene Kosten kastrieren und medizinisch versorgen, kümmern sich um Futterstellen und versuchen, für zutrauliche Tiere neue Besitzerinnen und Besitzer zu finden. Dieses Engagement verdient großen Respekt – kann aber auf Dauer ohne den Erlass einer Katzenschutzverordnung nicht fortgeführt werden.

Eine Katzenschutzverordnung wäre daher nicht nur ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz, sondern auch eine Unterstützung für die Menschen, die sich bereits heute verantwortungsvoll um die Tiere kümmern. Sie schafft klare Regeln und hilft dabei, das Problem langfristig und nachhaltig anzugehen.

Leider fand der Antrag der SPD-Fraktion im letzten Finanzausschuss keine Mehrheit. Die Gemeinderäte von CDU, Bürgerliste und AfD sowie die Bürgermeisterin lehnten eine entsprechende Empfehlung an den Gemeinderat ab. Voraussichtlich im Juli wird der Gemeinderat über die Einführung der Katzenschutzverordnung abstimmen. Wir hoffen, dass bis dahin der bzw. die eine oder andere im Gremium sich den Argumenten für die Verordnung nicht mehr verschließt.

Für die SPD-Fraktion ist klar: Verantwortung für Tiere gehört zu einer modernen und verantwortungsbewussten Gemeinde. Deshalb halten wir eine Katzenschutzverordnung auch in Pfinztal weiterhin für notwendig.

Foto: pixabay / Symbolbild Streunerkatze

 

So haben wir uns das nicht vorgestellt.

In der letzten Gemeinderatssitzung wurden die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte völlig überraschend mit einer neuen Entwicklung rund um das Schnellmühlen-Areal konfrontiert. Bis zu diesem Zeitpunkt deutete nichts darauf hin, dass die ursprünglich geplante Event-Gastronomie nicht umgesetzt werden würde. Gerade diese Event-Gastronomie war für die SPD-Fraktion ein zentraler Bestandteil des Projekts und ausschlaggebend für unsere Zustimmung. Bisher hatte Frau Oettinger stets betont, dass ihre Zusagen Bestand hätten. Umso größer war die Überraschung, als sie in der Sitzung mitteilte, dass das Grundstück, auf dem die Event-Gastronomie entstehen sollte, an den Evangelischen Gemeinschaftsverband AB verkauft wurde. Ein Vertreter des Verbands erklärte in derselben Sitzung, dass für das stattdessen nun vorgesehene Café noch kein endgültiges Konzept vorliegt. Neben dem Café soll ein Gemeindezentrum der AB-Gemeinschaft entstehen, in dem künftig Gottesdienste, Seminare, Fortbildungen und weitere AB-Gemeindearbeit stattfinden werden. Dies entspricht allerdings nicht der Vorstellung, die wir als SPD Fraktion für die künftige Nutzung des Schnellmühlen-Areals hatten. Zu kritisieren ist auch, dass dieser Kurswechsel ohne vorherige Information oder Einbindung des Gemeinderats erfolgte.

Anmerkung: Die AB Glaubensgemeinschaft ist laut eigenem Internetauftritt eine landeskirchliche Gemeinschaft, die organisatorisch und finanziell unabhängig mit der evangelischen Landeskirche in Baden und verschiedenen Freikirchen zusammenarbeitet. Unter anderem geben sie dort auch an, dass „menschliche Kritik, die das Wort Gottes richten und meisten will, anstatt sich von ihm zurechtbringen und verändern zu lassen, bei ihnen keinen Platz hat.“

 

Tilo Reeb neuer Fraktionsvorsitzender

Einstimmig wählten die SPD Gemeinderätinnen und -räte Tilo Reeb zu ihrem neuen Fraktionsvorsitzenden. Tilo Reeb hat langjährige kommunalpolitische Erfahrung als Ortschaftsrat und Ortsvorsteher von Söllingen (20 bzw. 15 Jahre) und Gemeinderat seit 2009.

Wir wünschen Tilo eine glückliche Hand bei seiner neuen Aufgabe.

Bildquelle: Foto-Pfinztal

 

Wechsel in der SPD-Fraktion: Birgit Schneider folgt auf Dagmar Elsenbusch

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde Birgit Schneider als Nachfolgerin von Dagmar Elsenbusch vereidigt. Mit Birgit Schneider vervollständigt keine Unbekannte die SPD-Fraktion. Bereits 2009 wurde sie als Ortschafts- und Gemeinderätin gewählt, wo sie sich bis 2012 bzw. 2019 mit viel Engagement und Sachkompetenz kommunalpolitisch eingebracht hat. 

Die SPD-Fraktion freut sich auf die neue Kollegin in ihren Reihen.

Bildquelle: Gemeinde Pfinztal

 

Kommunalpolitikerin mit Leidenschaft - Dagmar Elsenbusch verabschiedet sich aus der Gemeindepolitik

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde Dagmar Elsenbusch als langjährige Gemeinderätin verabschiedet. Tilo Reeb, der neue Vorsitzende der SPD-Fraktion würdigte in seiner Rede ihr stetes Engagement, ihre demokratische Haltung und ihren unermüdlichen Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger in Pfinztal. Dagmar Elsenbusch hat über viele Jahre das politische Leben in unserer Gemeinde geprägt und maßgeblich dazu beigetragen, dass Entscheidungen transparent, sachlich fundiert und zum Wohle der Menschen getroffen wurden. „90% weinendes und 10% lachendes Auge“, so beschrieb Tilo Reeb den Moment des Abschieds. Die SPD bedauert den Verlust einer starken Fraktionsvorsitzenden, freut sich aber zugleich mit ihr über mehr Zeit für die Familie. Dagmar Elsenbusch hat sich für alle Menschen in Pfinztal eingesetzt - unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Besonders am Herzen lagen ihr die sozialen Themen wie Kindergarten, Hort und Flüchtlingshilfe. Sie hat mit leidenschaftlichem Engagement gearbeitet, die Fraktion demokratisch ohne jeglichen Fraktionszwang geführt und stets sachlich kompetent argumentiert. Auch andere Fraktionen konnte sie des Öfteren durch Überzeugungskraft und fundierte Argumente gewinnen. Sie hat immer den Konsens gesucht und sich wie kaum jemand anders in die verschiedenen Themen der Kommunalpolitik bis in die Tiefe eingearbeitet und Details recherchiert. Tilo Reeb betonte, dass Dagmar Elsenbuch Maßstäbe gesetzt hat, indem sie Politik nah am Menschen gestaltete und sich mit Herzblut für die Belange unserer Gemeinde eingesetzt hat. Er hofft, dass sie der Fraktion weiterhin als Ratgeberin und Freundin erhalten bleibt. Die SPD dankt Dagmar Elsenbusch aus vollem Herzen für ihr jahrelanges Engagement und ihre menschliche Haltung. 

Bildquelle: Gemeinde Pfinztal

 

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