Warum eine Katzenschutzverordnung für Pfinztal

Veröffentlicht am 18.05.2026 in Fraktion

Foto: pixabay / Symbolbild Streunerkatze

Immer wieder werden in Pfinztal freilebende und herrenlose Katzen entdeckt – oftmals krank, unterernährt oder ohne medizinische Versorgung. Die Zahl dieser sogenannten „Streunerkatzen“ wächst seit Jahren. Ursache dafür ist vor allem die unkontrollierte Vermehrung nicht kastrierter Freigängerkatzen. Eine einzige Katze und ihre Nachkommen können innerhalb weniger Jahre zahlreiche weitere Tiere hervorbringen. Für viele dieser Tiere bedeutet das ein Leben voller Leid.

Deshalb hat die SPD-Fraktion bereits am 22.04.2024 die Einführung einer Katzenschutzverordnung beantragt.

Eine Katzenschutzverordnung verpflichtet Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen dazu, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Zahlreiche Städte und Gemeinden haben diesen Schritt bereits erfolgreich umgesetzt, so auch Karlsruhe, Waldbronn und Karlsbad. Ziel ist es, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und langfristig das Tierleid zu reduzieren.

Denn die Realität sieht oft erschreckend aus: Viele freilebende Katzen leiden an Krankheiten, Parasitenbefall oder Verletzungen. Besonders Jungtiere haben häufig kaum Überlebenschancen.  

In Pfinztal engagieren sich Mitglieder des Katzenschutzvereins Karlsruhe und Umgebung sowie weitere ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer seit Jahren mit großem Einsatz. Sie fangen Streunerkatzen ein, lassen sie auf eigene Kosten kastrieren und medizinisch versorgen, kümmern sich um Futterstellen und versuchen, für zutrauliche Tiere neue Besitzerinnen und Besitzer zu finden. Dieses Engagement verdient großen Respekt – kann aber auf Dauer ohne den Erlass einer Katzenschutzverordnung nicht fortgeführt werden.

Eine Katzenschutzverordnung wäre daher nicht nur ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz, sondern auch eine Unterstützung für die Menschen, die sich bereits heute verantwortungsvoll um die Tiere kümmern. Sie schafft klare Regeln und hilft dabei, das Problem langfristig und nachhaltig anzugehen.

Leider fand der Antrag der SPD-Fraktion im letzten Finanzausschuss keine Mehrheit. Die Gemeinderäte von CDU, Bürgerliste und AfD sowie die Bürgermeisterin lehnten eine entsprechende Empfehlung an den Gemeinderat ab. Voraussichtlich im Juli wird der Gemeinderat über die Einführung der Katzenschutzverordnung abstimmen. Wir hoffen, dass bis dahin der bzw. die eine oder andere im Gremium sich den Argumenten für die Verordnung nicht mehr verschließt.

Für die SPD-Fraktion ist klar: Verantwortung für Tiere gehört zu einer modernen und verantwortungsbewussten Gemeinde. Deshalb halten wir eine Katzenschutzverordnung auch in Pfinztal weiterhin für notwendig.

Foto: pixabay / Symbolbild Streunerkatze

 

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