Kommunalpolitik
Nach den konträren Aussagen im Amtsblattartikel der CDU-Fraktion vor zwei Wochen, dem der ULiP vor einer Woche und dem offenen Brief des BUND Pfinztal an die CDU haben wir als Fraktion SPD/ULiP inzwischen den Versuch unternommen, die Aussagen einem „Faktencheck“ zu unterziehen, wie dies heutzutage ja gerne gemacht wird:
Fakt ist nach unserer sicheren Kenntnis, dass jedwede Untersuchungen zwecks Ausweisung eines Naturschutzgebietes vom Regierungspräsidium – und nicht von der Gemeinde – gemacht (und finanziert) werden und dass alle notwendigen Untersuchungsergebnisse für das geplante Gebiet rund um die Edergrube seit Jahren vorliegen; das Regierungspräsidium hat schon 2013 eine Würdigung für das Gebiet verfasst und diese 2022 noch etwas aktualisiert. Der Gemeinde sind hierzu keine Kosten entstanden.
Fakt ist nach unserer Kenntnis auch, dass beim Erwerb der aus dem alten Bebauungsplan herauszunehmenden Flächen durch die Gemeinde Fördergelder aus Naturschutzmitteln in Aussicht gestellt und beantragt wurden. Hierzu bitten wir jetzt die Gemeindeverwaltung um Auskunft, ob tatsächlich Fördergelder geflossen sind – wenn ja wie viele – und ob Rückforderungen zu erwarten sind.
Fakt ist außerdem, dass die Erreichbarkeit zwischen Berghausen und Söllingen auch im Falle einer (extrem seltenen, in den vergangenen Jahrzehnten nie vorgekommenen) Vollsperrung der B 10 durch die vorhandene Straßenführung hinreichend gegeben ist, jedenfalls deutlich besser als die Erreichbarkeit zwischen Söllingen und Kleinsteinbach. Ein Ausbau der Verbindung Reetzstraße – Am Stadion würde nur zu mehr Verkehr an Bildungszentrum und Kita entlang und durch die ohnehin kritische Straße "Am Bahnhofsplatz" führen.
Fazit: Die Aussagen von CDU/Bürgerliste sind für uns nicht nachvollziehbar.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde der Antrag der SPD-Fraktion (aus dem Jahr 2024!) zur Einführung einer Katzenschutzverordnung beraten. Ziel war es, das Tierleid bei freilaufenden und herrenlosen Katzen wirksam zu reduzieren und eine nachhaltige kommunale Lösung für den Tierschutz zu schaffen.
Die SPD hatte vorgeschlagen, eine verpflichtende Kastrationsregelung, Kennzeichnungs- und Registrationspflicht für Freigängerkatzen einzuführen. Hintergrund ist die weiterhin bestehende Zahl unkontrolliert lebender Katzen im Gemeindegebiet sowie die zunehmende Belastung ehrenamtlicher Tierschutzstrukturen, die die Versorgung kaum noch leisten können.
„Der Schutz von Tieren ist kommunale Aufgabe“, so die SPD/UliP-Fraktion. Eine Katzenschutzverordnung ist ein bewährtes Instrument, das bereits in anderen Kommunen erfolgreich angewendet wird, um Tierleid zu verhindern und langfristig auch die Tierheime und ehrenamtlichen Tierschützer zu entlasten. Ganz deutlich hat sich der Tierschutzverein Karlsruhe für die Einführung ausgesprochen. Der Verein, der die Aufgabe der Versorgung von herrenlosen Katzen der Gemeinde bislang abgenommen hat, kann dies in Zukunft aus personellen und finanziellen Gründen ohne klare Rechtsgrundlage nicht mehr tun.
Im Gemeinderat fand unser Antrag jedoch keine Mehrheit. Die Vorlage wurde knapp mit Unterstützung der Stimme der Bürgermeisterin abgelehnt.
Die SPD/UliP ist enttäuscht über das Ergebnis, betont jedoch, dass das Problem damit nicht gelöst ist:
Die Situation freilebender Katzen und die Überlastung der Tierschutzvereine bleiben bestehen und werden die Kommune weiterhin beschäftigen.
Wir werden das Thema weiterhin politisch begleiten und erneut in die Beratung einbringen.
Auf Antrag von SPD/UliP und Grünen/Linke wurden die Entwicklungen beim Vorhaben Schnellermühle in der letzten Gemeinderatssitzung öffentlich behandelt.
Gegenüber den ursprünglich vorgestellten Plänen und dem daraus folgenden Durchführungsvertrag ist zum einen das Mühlengebäude inzwischen nahezu komplett abgerissen und zum anderen hat sich das Konzept der Event-Gastronomie gravierend geändert.
Deshalb haben SPD und UliP folgende weitere Anträge gestellt:
1. Das Mühlengebäude soll wieder hergestellt werden. Die Wiederherstellung soll sich entsprechend den Festlegungen des bestehenden Durchführungsvertrages an der ursprünglichen historischen Ausführung des Gebäudes orientieren. Das Mühlengebäude stellt einen wichtigen Bestandteil der örtlichen Geschichte und Identität dar. Der Durchführungsvertrag bildet eine verbindliche Grundlage für die Entwicklung des Areals. Die darin enthaltenen Verpflichtungen zum Erhalt des Gebäudes müssen eingehalten werden.
2. Die AB-Gemeinde stellt bei der Nutzung der Gebäude auf dem von ihr gekauften Grundstück sicher, dass ein dauerhafter und verlässlicher Restaurantbetrieb gewährleistet wird. Der Betreiber soll verpflichtet werden, das Restaurant an mindestens vier Tagen pro Woche zu öffnen und im Rahmen des regulären Restaurantbetriebs sowohl mittags als auch abends warme Speisen anzubieten. Ein gastronomisches Angebot erfüllt eine wichtige Funktion für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde. Ein Restaurant lebt von Verlässlichkeit und regelmäßigen Öffnungszeiten. Diese Verlässlichkeit wurde in vielen Gesprächen und im Durchführungsvertrag zugesagt. Ein eingeschränkter, nur gelegentlich oder zu bestimmten Anlässen stattfindender Betrieb wird dieser Funktion nicht gerecht.
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde mehrheitlich die Anlegung gärtnergepflegter Grabfelder auf unseren Friedhöfen in Berghausen, Kleinsteinbach und Wöschbach beschlossen. In Söllingen soll eine Erweiterung des bestehenden Grabfelds geschaffen werden. Damit wird ein wichtiges Anliegen umgesetzt, das die SPD-Fraktion bereits am 18.03.2024 mit ihrem Antrag angestoßen hat. Umso mehr freuen wir uns, dass nun endlich der Startschuss gefallen ist.
Die auch als Erinnerungsgärten bezeichneten Grabfelder bieten viele Vorteile. Sie schaffen eine würdevolle, gepflegte und zugleich moderne Form der Bestattung und entlasten Angehörige von der aufwendigen Grabpflege. Gerade in Zeiten, in denen Familien oft nicht mehr vor Ort wohnen oder die Pflege aus Altersgründen schwerfällt, ist dieses Angebot eine sinnvolle Ergänzung. Sanft geschwungene Wege und Flächen sowie eine abwechslungsreiche Bepflanzung, Ruhebänke zum Verweilen und Wasserspiele prägen das Erscheinungsbild. Bereits vor der Beisetzung ist das Gräberfeld angelegt. Mit Urnengrabstätten, Bestattungen am Baum und Erdbestattungen werden unterschiedliche Bestattungsformen angeboten.
Die Anlage und dauerhafte Pflege der Erinnerungsgärten übernimmt die Fa. Bräuninger Garten- und Landschaftsbau aus Remchingen als Mitglied der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner. Für die Gemeinde entstehen keine zusätzlichen Pflegekosten. Für Wegebau u.ä. bleiben bei der Gemeinde lediglich ca. 35.000 € pro Friedhof.
Die Erinnerungsgärten verbinden eine ansprechende Gestaltung mit verlässlicher Pflege und schaffen einen Ort des würdevollen Gedenkens. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt, um unsere Friedhöfe zukunftsfähig weiterzuentwickeln und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.
Bild: Gestaltungsbeispiel Wasserspiele
Bildrechte: Fa. Bräuninger Garten- u. Landschaftsbau GmbH
An einem Montagmorgen Anfang März am Bahnübergang Söllingen: Der Fahrstuhl auf der Seite Wesebachstr./Hebelstr. ist mal wieder außer Betrieb. Personen, die von der anderen Seite kommen, stellen dies aber erst fest, wenn sie mit dem dortigen Aufzug nach unten gefahren sind und nun vor dem defekten Fahrstuhl stehen. Was also tun? Eine Frau trägt ihren Kinderwagen die steile Treppe hinauf, während sie ihr Kind dabei anleitet, die Treppe eigenständig hinaufzugehen. Andere warten, bis jemand kommt, um ihnen beim Tragen des Kinderwagens zu helfen. Ein älterer Mann mit Einkaufstrolley schleppt seine Einkäufe ebenfalls mühsam die Treppe hoch, nachdem er feststellen musste, dass ihn der Fahrstuhl nicht nach oben bringt. Beobachtet wird auch eine Frau mit Kinderwagen, die den für Fußgänger gesperrten Fahrradweg benutzt. Fazit der Vor-Ort-Begehung: Bei Ausfall des Fahrstuhls gibt es momentan keine sichere und legale Möglichkeit für Senioren, Familien mit Kinderwagen und andere mobilitätseingeschränkte Personen, um auf die andere Seite der Bahn zu kommen. Nach Meinung der SPD/UliP-Fraktion ein unhaltbarer Zustand. Deshalb dringt sie darauf, allen Bürgerinnen und Bürgern eine sichere und legale Unterquerung der Bahn auch bei defektem Fahrstuhl zu ermöglichen.
04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.
03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen
02.09.2026 17:59 Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz
Gute Startchancen für jedes Kind – starke Kitas, starke Familien Jasmina Hostert, familienpolitische Sprecherin: Heute hat das Kabinett den Entwurf für ein KiTa-Startchancen- und -Qualitätsentwicklungsgesetz beschlossen. Das Gesetz soll bundesweite Qualitätsstandards für Kindertagesbetreuung einführen und die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern verbessern. Der Bund will die Länder dafür von 2027 bis 2034 mit rund 9,25 Mrd.… Jasmina Hostert zum KiTa-Startchancen- und Qualitätsentwicklungsgesetz weiterlesen
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