Am 30. Mai begab sich die SPD Pfinztal mit einer hoch nachgefragten Stattreisen-Führung auf die Spuren der Genossenschaftsidee in Karlsruhe. Der Rundgang machte sichtbar, wie das Prinzip „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ die Entwicklung der Stadt geprägt hat und bis heute gesellschaftliche Relevanz besitzt. An verschiedenen Stationen erfuhren die Teilnehmenden, wie Genossenschaften entstanden sind, welche sozialen Herausforderungen sie lösen sollten und warum ihre Grundwerte, Solidarität, Selbsthilfe und demokratische Mitbestimmung, weiterhin aktuell sind. Die abwechslungsreiche Tour verband historische Einblicke mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und bot viele Anknüpfungspunkte für Gespräche. Dabei wurde deutlich: Die genossenschaftliche Idee ist nicht nur ein historisches Erfolgsmodell, sondern kann auch für das Zusammenleben und die Gestaltung vor Ort wichtige Impulse geben. Gerade für Pfinztal zeigen gemeinschaftliches Engagement, lokale Verantwortung und aktives Miteinander, wie tragfähig diese Grundgedanken bis heute sind. Die Exkursion bot deshalb nicht nur neue Perspektiven auf Karlsruhe, sondern auch Anregungen für das gesellschaftliche und politische Miteinander in unserer Gemeinde. Gerade in einer Gemeinde wie Pfinztal lebt vieles vom Engagement vor Ort: in Vereinen, Initiativen und der Kommunalpolitik. Ein herzlicher Dank gilt besonders unserem Genossen Günter Lemberg, der die Fahrt organisiert und diesen gelungenen Ausflug ermöglicht hat.
Für die SPD Pfinztal gibt es eine neue Vertretung auf Landesebene: Malik Kartal, wurde am 9. Mai auf der Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ) Baden-Württemberg in Stuttgart neu in den Landesvorstand gewählt. Mit der Wahl ist künftig auch Pfinztal im juristischen Landesverband der SPD vertreten. Die ASJ begleitet rechtspolitische Debatten innerhalb der Sozialdemokratie und bringt Positionen zu Fragen des Rechtsstaats, der Demokratie und der Justizpolitik ein. Malik Kartal studiert Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und ist seit April 2026 außerdem am Bundesverfassungsgericht mit der Umsetzung des 75. Jubiläumsjahres betraut. Durch die Mitarbeit im Landesvorstand entstehen neue Impulse und ein professionelles Netzwerk, von dem auch die politische Arbeit und die kommunalen Anliegen in Pfinztal profitieren können.
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde mehrheitlich die Anlegung gärtnergepflegter Grabfelder auf unseren Friedhöfen in Berghausen, Kleinsteinbach und Wöschbach beschlossen. In Söllingen soll eine Erweiterung des bestehenden Grabfelds geschaffen werden. Damit wird ein wichtiges Anliegen umgesetzt, das die SPD-Fraktion bereits am 18.03.2024 mit ihrem Antrag angestoßen hat. Umso mehr freuen wir uns, dass nun endlich der Startschuss gefallen ist.
Die auch als Erinnerungsgärten bezeichneten Grabfelder bieten viele Vorteile. Sie schaffen eine würdevolle, gepflegte und zugleich moderne Form der Bestattung und entlasten Angehörige von der aufwendigen Grabpflege. Gerade in Zeiten, in denen Familien oft nicht mehr vor Ort wohnen oder die Pflege aus Altersgründen schwerfällt, ist dieses Angebot eine sinnvolle Ergänzung. Sanft geschwungene Wege und Flächen sowie eine abwechslungsreiche Bepflanzung, Ruhebänke zum Verweilen und Wasserspiele prägen das Erscheinungsbild. Bereits vor der Beisetzung ist das Gräberfeld angelegt. Mit Urnengrabstätten, Bestattungen am Baum und Erdbestattungen werden unterschiedliche Bestattungsformen angeboten.
Die Anlage und dauerhafte Pflege der Erinnerungsgärten übernimmt die Fa. Bräuninger Garten- und Landschaftsbau aus Remchingen als Mitglied der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner. Für die Gemeinde entstehen keine zusätzlichen Pflegekosten. Für Wegebau u.ä. bleiben bei der Gemeinde lediglich ca. 35.000 € pro Friedhof.
Die Erinnerungsgärten verbinden eine ansprechende Gestaltung mit verlässlicher Pflege und schaffen einen Ort des würdevollen Gedenkens. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt, um unsere Friedhöfe zukunftsfähig weiterzuentwickeln und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.
Bild: Gestaltungsbeispiel Wasserspiele
Bildrechte: Fa. Bräuninger Garten- u. Landschaftsbau GmbH
Immer wieder werden in Pfinztal freilebende und herrenlose Katzen entdeckt – oftmals krank, unterernährt oder ohne medizinische Versorgung. Die Zahl dieser sogenannten „Streunerkatzen“ wächst seit Jahren. Ursache dafür ist vor allem die unkontrollierte Vermehrung nicht kastrierter Freigängerkatzen. Eine einzige Katze und ihre Nachkommen können innerhalb weniger Jahre zahlreiche weitere Tiere hervorbringen. Für viele dieser Tiere bedeutet das ein Leben voller Leid.
Deshalb hat die SPD-Fraktion bereits am 22.04.2024 die Einführung einer Katzenschutzverordnung beantragt.
Eine Katzenschutzverordnung verpflichtet Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen dazu, ihre Tiere kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen. Zahlreiche Städte und Gemeinden haben diesen Schritt bereits erfolgreich umgesetzt, so auch Karlsruhe, Waldbronn und Karlsbad. Ziel ist es, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen und langfristig das Tierleid zu reduzieren.
Denn die Realität sieht oft erschreckend aus: Viele freilebende Katzen leiden an Krankheiten, Parasitenbefall oder Verletzungen. Besonders Jungtiere haben häufig kaum Überlebenschancen.
In Pfinztal engagieren sich Mitglieder des Katzenschutzvereins Karlsruhe und Umgebung sowie weitere ehrenamtliche Tierschützerinnen und Tierschützer seit Jahren mit großem Einsatz. Sie fangen Streunerkatzen ein, lassen sie auf eigene Kosten kastrieren und medizinisch versorgen, kümmern sich um Futterstellen und versuchen, für zutrauliche Tiere neue Besitzerinnen und Besitzer zu finden. Dieses Engagement verdient großen Respekt – kann aber auf Dauer ohne den Erlass einer Katzenschutzverordnung nicht fortgeführt werden.
Eine Katzenschutzverordnung wäre daher nicht nur ein wichtiger Schritt für mehr Tierschutz, sondern auch eine Unterstützung für die Menschen, die sich bereits heute verantwortungsvoll um die Tiere kümmern. Sie schafft klare Regeln und hilft dabei, das Problem langfristig und nachhaltig anzugehen.
Leider fand der Antrag der SPD-Fraktion im letzten Finanzausschuss keine Mehrheit. Die Gemeinderäte von CDU, Bürgerliste und AfD sowie die Bürgermeisterin lehnten eine entsprechende Empfehlung an den Gemeinderat ab. Voraussichtlich im Juli wird der Gemeinderat über die Einführung der Katzenschutzverordnung abstimmen. Wir hoffen, dass bis dahin der bzw. die eine oder andere im Gremium sich den Argumenten für die Verordnung nicht mehr verschließt.
Für die SPD-Fraktion ist klar: Verantwortung für Tiere gehört zu einer modernen und verantwortungsbewussten Gemeinde. Deshalb halten wir eine Katzenschutzverordnung auch in Pfinztal weiterhin für notwendig.
Foto: pixabay / Symbolbild Streunerkatze
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