Warum die SPD-Gemeinderäte die Bebauung in zweiter Reihe in der Scheffelstraße abgelehnt hat

Bauanfrage Scheffelstraße 13/1 abgelehnt

Der Gemeinderat hat die Bauanfrage zum Projekt Scheffelstraße 13/1 mehrheitlich abgelehnt. Die Grundstücke auf der westlichen Seite der Scheffelstraße mit ungeraden Hausnummern stoßen auf Grundstücke, die nur über einen tieferliegenden Feldweg erreichbar sind. Es sollte ein Gebäude mit 2 Wohneinheiten und Stellplätzen errichtet werden. Es ist nur über besagten Feldweg anzufahren. SPD-Gemeinderat Volker Hans Vortisch hat die Ablehnung begründet. Die Baugenehmigung für den Neubau Scheffelstraße 13 stand unter dem Vorbehalt, dass auf dem dahinter liegenden Grundstück die vorgeschriebenen Stellplätze errichtet werden. Durch das Vorhaben Scheffelstraße 13/1 gibt es für Scheffelstraße 13 nur 2 Mini- Stellplätze, auf die allenfalls Kleinstwagen oder Motorräder passen. Das Landratsamt beruft sich auf die Bebauung Scheffelstraße/ Ecke Hans-Thoma-Straße. Das 2. Gebäude auf diesem Grundstück sei Grund genug, die Bauanfrage positiv zu bescheiden, da es sich in die Umgebungsbebauung einfüge. Wer will es zukünftig den Besitzern von Scheffelstraße 15, Scheffelstraße 17, Scheffelstraße 19 usw. verwehren, mit dem gleichen Argument „der Nachbar unten dran darf“, gleiches zu tun. Es passt angeblich in die Umgebung,  ebenfalls ein Gebäude mit Zufahrt über einen Feldweg zu beantragen. Es entstünde eine Zersiedelung der Landschaft ohne Bebauungsplan. Eine „innerörtliche Nachverdichtung“ auf freiem Feld mit Zufahrt über einen Feldweg ist ein Widerspruch in sich. Zudem kann es nicht sein, dass durch ein Bauvorhaben im Nachgang Stellplätze auf einem anderen Grundstück aufgehoben werden, ohne dass es dafür einen eigenen Antrag gibt. Wir sind gespannt, ob das Landratsamt Widerspruch erhebt und den Gemeinderat auffordert, seine Mehrheitsmeinung zu ändern.

Volker Hans Vortisch

 

60 Jahre „zu Hause in Almanya“ - Unser Auftrag für eine stärkere Gesellschaft

„Freundschaft fließt aus vielen Quellen, am reinsten aus dem Respekt“ sagte einst der englische Schriftsteller Daniel Defoe. Unter dem Begriff der „Freundschaft“ verstehen viele Menschen Aspekte wie Zusammenhalt, Gleichberechtigung und Wertschätzung.

Wichtige Faktoren, die auch das Verhältnis zwischen Deutschen und Türken wesentlich ausmachen müssen. Seit den 1960er-Jahren sind türkische Gastarbeiter ein maßgeblicher Bestandteil unserer heutigen wirtschaftlichen Stärke. Was damals noch als Wirtschaftswunder“ galt, wird heutzutage fast schon als selbstverständlich degradiert. Und wo damals Probleme waren, klaffen heute noch gesellschaftliche Gräben, die es zu überwinden gilt. Wenn Menschen, die bereits seit Jahrzehnten und einigen Generationen in Deutschland leben, sich offener Diskriminierung ausgesetzt sehen, die besonders durch eine verstärkte populistische Rhetorik und dem Einbruch eines respektvollen gesellschaftlichen Umgangs befördert wird, verlieren wir
den Zusammenhalt in unserem Land.

Um auch weiterhin als Gesellschaft stark zu sein, braucht es mehr gegenseitigen Respekt und die Gleichberechtigung aller Menschen in Deutschland, unabhängig von Einwanderungsgeschichte, Religion und Aussehen.

Am 19.09.2024 fand dazu im Landtag von Rheinland-Pfalz in Mainz eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung statt, an der auch unser stv. Vorsitzender und Juso-Sprecher, Malik Kartal, teilnahm. Bei dieser wichtigen Veranstaltung erklärte unter anderem Prof. Dr. Hacı-Halil Uslucan von der Universität Duisburg-Essen, welche Gründe es dafür gibt, dass türkeistämmige Menschen sich in Deutschland auch nach Jahrzehnten in breiten Teilen nicht respektiert und ausgegrenzt fühlen. Auch der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer und der Vorsitzende der Friedrich-Ebert-Stiftung, Martin Schulz, nahmen an der Veranstaltung teil und betonten, wie wichtig es sei, gegen die Verallgemeinerung aller Menschen mit Migrationsgeschichte und dem damit verbundenen Faschismus anzukämpfen. Wenn die Probleme unserer Zeit allein an einem einzigen Nenner festgemacht werden, sodass der „Ausländer“ an allem schuldig sei, verlieren wir genau das, was Deutschland stark gemacht hat; den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Das 60-jährige Jubiläum türkischer Gastarbeiter in Deutschland ist leider kein Anlass zum Feiern, sondern viel mehr eine Mahnung respektvoller miteinander umzugehen und die Leistung der Menschen anzuerkennen, die damals und deren Nachfahren noch heute jeden Tag ihren Dienst an unserem Land leisten. In den Schulen, in den Vereinen, auf der Arbeit und manchmal auch in der Ehe wird die Vielfalt oftmals progressiv ausgelebt. Annäherung und Zusammenarbeit sind der Schlüssel zu einer gleichberechtigten und modernen Gesellschaft.

 

Vorstandssitzung der SPD Pfinztal

Der Vorsitzende Bernhard Paulus lädt alle Mitglieder der SPD Pfinztal herzlich ein zur Vorstandssitzung am Donnerstag, 26.09.2024., 19.00 Uhr im Gasthaus Adler in Kleinsteinbach, Pforzheimer Str. 10. A.

 

Einladung zur öffentlichen Fraktionssitzung

Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserer morgigen öffentlichen Fraktionssitzung ein. 

Beginn ist um 19 Uhr in der Gaststätte des FC Viktoria Berghausen. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

 

Sommerlicher Workshop

Zu einem sommerlichen Workshop trafen sich jüngst Gemeinderäte, Kandidaten der vergangenen Kommunalwahl sowie sonstige Mitglieder der SPD um die Leitlinien der nächsten 5 Jahre festzulegen.


Herzlichen Dank an Verena Harms, Judith Endres, Malik Kartal und Bernhard Paulus für die tolle Vorbereitung der Klausur. Ein besonderer Dank gilt Judith Endres für die professionelle Moderation sowie dem OGV Söllingen für die Überlassung ihres Vereinsheims.

 

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Nachrichten

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