Dokumentarfilm „Die Arier“ – Ein Begriff aus der Geschichte und seine aktuelle Wirkung

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 luden die SPD Pfinztal und die Naturfreunde am 10. April zu einer gemeinsamen Filmveranstaltung ein. Gezeigt wurde der Dokumentarfilm „Die Arier“ der Journalistin und Filmemacherin Mo Asumang.

Der Film setzt sich mit dem historisch belasteten Begriff „Arier“ auseinander und geht der Frage nach, wie dieser im Kontext von Rassismus missbraucht wird. Dafür reist Mo Asumang in die Welt des Rechtsextremismus in Deutschland und den USA und spricht unter anderem mit Neonazis und Mitgliedern des Ku-Klux-Klan. Als afrodeutsche Journalistin konfrontiert sie ihre Gesprächspartner mit den Widersprüchen ihrer Ideologien und legt rassistische Denkmuster eindrücklich offen.

Zugleich beleuchtet der Film die wissenschaftlichen Ursprünge des Begriffs, die in den iranischen Kulturraum führen. Dort begegnet Asumang Menschen, die sich selbst als „Arier“ bezeichnen – jedoch ohne ideologische Aufladung und mit sichtbarem Unverständnis für dessen missbräuchliche Verwendung im Westen.

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden unter der Moderation von Malik Kartal über den Umgang mit Rassismus. Neben kontroversen Fragen wie Parteiverboten wurden vor allem Aufklärung, Dialog und Empathie als wichtige Ansätze hervorgehoben.

Die Veranstaltung bildete einen gelungenen Abschluss der Aktionswochen. Besonderer Dank gilt Sonja Holatka, Bernhard Paulus, Holger Ernst sowie allen Beteiligten der SPD Pfinztal, der Naturfreunde und des Teams der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

 

Gemeinderäte der SPD und UliP dringen auf sichere und legale Lösung am Bahnübergang Söllingen

An einem Montagmorgen Anfang März am Bahnübergang Söllingen: Der Fahrstuhl auf der Seite Wesebachstr./Hebelstr. ist mal wieder außer Betrieb. Personen, die von der anderen Seite kommen, stellen dies aber erst fest, wenn sie mit dem dortigen Aufzug nach unten gefahren sind und nun vor dem defekten Fahrstuhl stehen. Was also tun? Eine Frau trägt ihren Kinderwagen die steile Treppe hinauf, während sie ihr Kind dabei anleitet, die Treppe eigenständig hinaufzugehen. Andere warten, bis jemand kommt, um ihnen beim Tragen des Kinderwagens zu helfen. Ein älterer Mann mit Einkaufstrolley schleppt seine Einkäufe ebenfalls mühsam die Treppe hoch, nachdem er feststellen musste, dass ihn der Fahrstuhl nicht nach oben bringt. Beobachtet wird auch eine Frau mit Kinderwagen, die den für Fußgänger gesperrten Fahrradweg benutzt. Fazit der Vor-Ort-Begehung: Bei Ausfall des Fahrstuhls gibt es momentan keine sichere und legale Möglichkeit für Senioren, Familien mit Kinderwagen und andere mobilitätseingeschränkte Personen, um auf die andere Seite der Bahn zu kommen. Nach Meinung der SPD/UliP-Fraktion ein unhaltbarer Zustand. Deshalb dringt sie darauf, allen Bürgerinnen und Bürgern eine sichere und legale Unterquerung der Bahn auch bei defektem Fahrstuhl zu ermöglichen.

 

Erste Gelder für den Hochwasserschutz am Bocksbach

Am letzten Dienstag fanden im Gemeinderat die Beratungen zum Entwurf der Gemeinde für den Haushalt 2026/2027 statt. Für den Hochwasserschutz am Bocksbach sah der Entwurf keine Mittel vor. Dem konnten wir - die Gemeinderäte der Fraktion SPD/UliP - nicht folgen. Denn in der Februarsitzung des Gemeinderats war die lang ersehnte Hochwasserschutzkonzeption vorgestellt worden. Als zentrale Maßnahme sieht diese den Bau eines Rückhaltebeckens oberhalb von Kleinsteinbach vor. Ergänzend dazu kleinere Maßnahmen, etwa die Anpassung der letzten Renaturierungsarbeiten durch gezielte Entfernung von Steinen im Unterlauf, um den Abfluss zu verbessern und Überschwemmungsrisiken zu mindern. Zur Finanzierung dieser kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen und erster Planungen für das Rückhaltebecken haben wir deshalb beantragt, im Haushaltsjahr 2026 einen Betrag von 20.000 € und im Jahr 2027 einen Betrag von 70.000 € bereitzustellen. 
Dem folgten die Gemeinderatskolleginnen und - kollegen mehrheitlich, so dass damit endlich die ersten Schritte für den Hochwasserschutz am Bocksbach angegangen werden können.

 

Nachruf der SPD Pfinztal zu Hellmut Müller

Die SPD Pfinztal trauert um ihren langjährigen Genossen Hellmut Müller, der am 21. Februar 2026 verstorben ist.

Mit Hellmut Müller verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit der kommunalen Politik und einen Sozialdemokraten, der sich über Jahrzehnte mit großem Pflichtbewusstsein, Sachverstand und Herzblut für das Gemeinwohl eingesetzt hat. Sein politisches Wirken ist untrennbar mit der Entwicklung Berghausens und der Gemeinde Pfinztal verbunden.

Von 1965 bis 2004 war Hellmut Müller Mitglied des Gemeinderats – zunächst in Berghausen und nach der Gebietsreform in der Gesamtgemeinde Pfinztal. Über vier Jahrzehnte prägte er die kommunalpolitischen Entscheidungen maßgeblich mit und genoss dabei über Parteigrenzen hinweg hohes Ansehen.

Als Ortsvorsteher von Berghausen wirkte er von 1984 bis 2007 und setzte sich mit großem Engagement für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein. Auch nach dieser Zeit blieb er der örtlichen Politik verbunden und unterstützte als stellvertretender Ortsvorsteher bis zum 31. Mai 2014 weiterhin aktiv die Arbeit vor Ort. Hellmut Müller war von 1974 bis 2014 Mitglied des Ortschaftsrats Berghausen. Unser Genosse war ebenfalls Mitglied des Kreistages, womit er Verantwortung weit über die Gemeindegrenzen hinaus übernahm.

Sein jahrzehntelanger Einsatz für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und kommunale Selbstverwaltung wurde mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt – eine Auszeichnung, die sein außergewöhnliches Engagement eindrucksvoll unterstreicht.

Die SPD Pfinztal verliert mit Hellmut Müller nicht nur einen verdienten Mandatsträger, sondern auch einen verlässlichen Ratgeber, einen überzeugten Sozialdemokraten und einen Menschen, der Politik stets als Dienst an der Gemeinschaft verstanden hat. Die SPD Pfinztal verneigt sich vor dem Engagement Hellmut Müllers.

Wir werden Hellmut Müller ein ehrendes Andenken bewahren.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen.

SPD Pfinztal

 

Magazin zur Landtagswahl 2026

Unser Magazin zur Landtagswahl 2026 stellen wir Ihnen in unserem Downloadbereich kostenfrei zur Verfügung.

 

Jetzt Mitglied werden

Nachrichten

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info