In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde der Antrag der SPD-Fraktion (aus dem Jahr 2024!) zur Einführung einer Katzenschutzverordnung beraten. Ziel war es, das Tierleid bei freilaufenden und herrenlosen Katzen wirksam zu reduzieren und eine nachhaltige kommunale Lösung für den Tierschutz zu schaffen.
Die SPD hatte vorgeschlagen, eine verpflichtende Kastrationsregelung, Kennzeichnungs- und Registrationspflicht für Freigängerkatzen einzuführen. Hintergrund ist die weiterhin bestehende Zahl unkontrolliert lebender Katzen im Gemeindegebiet sowie die zunehmende Belastung ehrenamtlicher Tierschutzstrukturen, die die Versorgung kaum noch leisten können.
„Der Schutz von Tieren ist kommunale Aufgabe“, so die SPD/UliP-Fraktion. Eine Katzenschutzverordnung ist ein bewährtes Instrument, das bereits in anderen Kommunen erfolgreich angewendet wird, um Tierleid zu verhindern und langfristig auch die Tierheime und ehrenamtlichen Tierschützer zu entlasten. Ganz deutlich hat sich der Tierschutzverein Karlsruhe für die Einführung ausgesprochen. Der Verein, der die Aufgabe der Versorgung von herrenlosen Katzen der Gemeinde bislang abgenommen hat, kann dies in Zukunft aus personellen und finanziellen Gründen ohne klare Rechtsgrundlage nicht mehr tun.
Im Gemeinderat fand unser Antrag jedoch keine Mehrheit. Die Vorlage wurde knapp mit Unterstützung der Stimme der Bürgermeisterin abgelehnt.
Die SPD/UliP ist enttäuscht über das Ergebnis, betont jedoch, dass das Problem damit nicht gelöst ist:
Die Situation freilebender Katzen und die Überlastung der Tierschutzvereine bleiben bestehen und werden die Kommune weiterhin beschäftigen.
Wir werden das Thema weiterhin politisch begleiten und erneut in die Beratung einbringen.
Auf Antrag von SPD/UliP und Grünen/Linke wurden die Entwicklungen beim Vorhaben Schnellermühle in der letzten Gemeinderatssitzung öffentlich behandelt.
Gegenüber den ursprünglich vorgestellten Plänen und dem daraus folgenden Durchführungsvertrag ist zum einen das Mühlengebäude inzwischen nahezu komplett abgerissen und zum anderen hat sich das Konzept der Event-Gastronomie gravierend geändert.
Deshalb haben SPD und UliP folgende weitere Anträge gestellt:
1. Das Mühlengebäude soll wieder hergestellt werden. Die Wiederherstellung soll sich entsprechend den Festlegungen des bestehenden Durchführungsvertrages an der ursprünglichen historischen Ausführung des Gebäudes orientieren. Das Mühlengebäude stellt einen wichtigen Bestandteil der örtlichen Geschichte und Identität dar. Der Durchführungsvertrag bildet eine verbindliche Grundlage für die Entwicklung des Areals. Die darin enthaltenen Verpflichtungen zum Erhalt des Gebäudes müssen eingehalten werden.
2. Die AB-Gemeinde stellt bei der Nutzung der Gebäude auf dem von ihr gekauften Grundstück sicher, dass ein dauerhafter und verlässlicher Restaurantbetrieb gewährleistet wird. Der Betreiber soll verpflichtet werden, das Restaurant an mindestens vier Tagen pro Woche zu öffnen und im Rahmen des regulären Restaurantbetriebs sowohl mittags als auch abends warme Speisen anzubieten. Ein gastronomisches Angebot erfüllt eine wichtige Funktion für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde. Ein Restaurant lebt von Verlässlichkeit und regelmäßigen Öffnungszeiten. Diese Verlässlichkeit wurde in vielen Gesprächen und im Durchführungsvertrag zugesagt. Ein eingeschränkter, nur gelegentlich oder zu bestimmten Anlässen stattfindender Betrieb wird dieser Funktion nicht gerecht.
Am 30. Mai begab sich die SPD Pfinztal mit einer hoch nachgefragten Stattreisen-Führung auf die Spuren der Genossenschaftsidee in Karlsruhe. Der Rundgang machte sichtbar, wie das Prinzip „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ die Entwicklung der Stadt geprägt hat und bis heute gesellschaftliche Relevanz besitzt. An verschiedenen Stationen erfuhren die Teilnehmenden, wie Genossenschaften entstanden sind, welche sozialen Herausforderungen sie lösen sollten und warum ihre Grundwerte, Solidarität, Selbsthilfe und demokratische Mitbestimmung, weiterhin aktuell sind. Die abwechslungsreiche Tour verband historische Einblicke mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und bot viele Anknüpfungspunkte für Gespräche. Dabei wurde deutlich: Die genossenschaftliche Idee ist nicht nur ein historisches Erfolgsmodell, sondern kann auch für das Zusammenleben und die Gestaltung vor Ort wichtige Impulse geben. Gerade für Pfinztal zeigen gemeinschaftliches Engagement, lokale Verantwortung und aktives Miteinander, wie tragfähig diese Grundgedanken bis heute sind. Die Exkursion bot deshalb nicht nur neue Perspektiven auf Karlsruhe, sondern auch Anregungen für das gesellschaftliche und politische Miteinander in unserer Gemeinde. Gerade in einer Gemeinde wie Pfinztal lebt vieles vom Engagement vor Ort: in Vereinen, Initiativen und der Kommunalpolitik. Ein herzlicher Dank gilt besonders unserem Genossen Günter Lemberg, der die Fahrt organisiert und diesen gelungenen Ausflug ermöglicht hat.
Für die SPD Pfinztal gibt es eine neue Vertretung auf Landesebene: Malik Kartal, wurde am 9. Mai auf der Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Juristinnen und Juristen (ASJ) Baden-Württemberg in Stuttgart neu in den Landesvorstand gewählt. Mit der Wahl ist künftig auch Pfinztal im juristischen Landesverband der SPD vertreten. Die ASJ begleitet rechtspolitische Debatten innerhalb der Sozialdemokratie und bringt Positionen zu Fragen des Rechtsstaats, der Demokratie und der Justizpolitik ein. Malik Kartal studiert Rechtswissenschaften an der Universität Freiburg und ist seit April 2026 außerdem am Bundesverfassungsgericht mit der Umsetzung des 75. Jubiläumsjahres betraut. Durch die Mitarbeit im Landesvorstand entstehen neue Impulse und ein professionelles Netzwerk, von dem auch die politische Arbeit und die kommunalen Anliegen in Pfinztal profitieren können.
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen
Ein Service von websozis.info