Eine große Überraschung, mit der nicht viele gerechnet haben: Martin Schulz wird Kanzlerkandidat der SPD. Die Mitteilung hat auch bei den Jusos Karlsruhe-Land große Euphorie ausgelöst. Die Jusos sind hochmotiviert, sich für Martin Schulz und seine neue soziale Idee in den Wahlkampf zu stürzen. Bereits auf ihrer Klausurtagung am letzten Wochendene haben sie gemeinsam mit vielen jungen Menschen die Themen für den anstehenden Jugendwahlkampf gesammelt. Mit einer groß angelegten Umfrage sind die Jusos die letzten Monate durch den Landkreis getourt. Ihr Ziel: herausfinden, was junge Menschen in der Region tatsächlich bewegt. Die Ergebnisse der Umfrage sollen Teil des Jugendwahlprogramms der Jusos werden. Aus der Umfrage ging hervor, dass sich junge Menschen vor allem starke Kommunen wünschen, die allen die beste Lebensqualität bieten. Die über 250 Umfrage-Teilnehmer*innen fordern daher mehr freie WLAN-Hotspots, bessere Infrastruktur und mehr Angebote für junge Menschen. Außerdem treiben Jugendliche insbesondere soziale Themen um. Dabei stellen sie viele Fragen im Bereich bezahlbares Wohnen, Gleichberechtigung und Verteilungsgerechtigkeit. „Die jungen Menschen spüren, dass soziale Gerechtigkeit eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Es darf nicht wichtig sein, woher man kommt und wieviel man besitzt. Vielmehr muss wieder entscheidend sein, wohin man will“, betont Juso-Sprecherin Aisha Fahir aus Pfinztal bei der Klausur. Die Jusos sind sich einig, dass das Land endlich neue Visionen und einen solidarischen Wandel benötigt. Für eine solche Veränderung steht nun Martin Schulz an der Spitze der Bewegung. Der ehemalige Präsident des Europaparlaments ist nach Meinung der Jusos der richtige Kanzlerkandidat, der für einen spannenden Wahlkampf sorgen wird.
Am vergangenen Samstag, den 14.Januar fanden sich die Jusos Pfinztal und Gäste zu ihrer Jahreshauptversammlung im Bistro Max ein. Die Vorsitzende Aisha Fahir wurde mit großer Mehrheit in Ihrem Amt bestätigt. Die Jusos konnten auf ein arbeitsintensives, aber gerade deshalb auch sehr erfolgreiches Arbeitsjahr 2016 zurückblicken.
Das Arbeitsjahr war vor allem vom fulminanten Jugendwahlkampf zur Landtagswahl geprägt. Die Jusos führten unter anderem eine politische Jugendveranstaltung mit den Landtagskandidierenden durch, die via Livestream übertragen wurde. Über 300 junge Wählerinnen und Wähler konnten so vor dem Computer oder Smartphone Fragen an die Kandidierenden stellen. „Uns ist es besonders wichtig, junge Menschen für Politik und Wahlen zu begeistern. Das ist uns mit interaktiven Veranstaltungsformaten gelungen. Mit den neuen Veranstaltungsformaten sind wir nah an der Jugend dran“, so die Vorsitzende Aisha Fahir auf der Versammlung.
"Die SPD Baden-Württemberg setzt im Bundestagswahlkampf auf eine klare Haltung", betonte Luisa Boos, Generalsekretärin der Landes-SPD in der letzten Mitgliederversammlung der SPD Pfinztal. Bei der Erarbeitung des Wahlprogramms werde die Landes-SPD auch eigene Programmpunkte in die Bundespartei einbringen. Konkret gehe es zum einen um die Zukunft der Arbeit in Zeiten der Digitalisierung sowie zum anderen um den Einsatz für eine gerechte Gesellschaft. Dazu gehöre vor allem bezahlbarer Wohnraum und eine sichere Alters- und Gesundheitsversorgung. Um die eigenen inhaltliche Schwerpunkte zu setzen, hat der SPD-Landesvorstand mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet. "Wir beschäftigen uns mit Themen, die die Menschen bewegen", so Boos weiter. Jeder, der etwas dazu beitragen kann, ist zum Mitmachen eingeladen. Darüber hinaus wurden beim Jahresauftakt der SPD in Stuttgart bereits Eckpunkte für ein wohnungspolitisches Konzept eingebracht. "Wir haben gesagt, nach der Vorstandswahl geht unser Erneuerungsprozess weiter. Und daran arbeiten wir konsequent“, so Boos. Dazu gehören auch neue Veranstaltungsformen, in den sich die Mitglieder einbringen könnten wie Onlinekonferenzen, Workshoptage und kleine Parteitage. "Wir müssen über die Probleme diskutieren und es schaffen, dass auch andere darüber diskutieren." Diese Einladung nahmen die Pfinztaler Genossinnen und Genossen gerne an und diskutierten noch ausgiebig mit ihrer Generalsekretärin über Stabilisierung oder Erhöhung des Rentenniveaus, Verteilungsgerechtigkeit und wachsende Armut, insbesondere Kinderarmut in Deutschland.
v.l.n.r. Patrick Diebold, Uwe Pressler, Anton Schaaf (Kreisvorsitzender)
Für die Nominierung ihres Kandidaten zur Bundestagswahl hat sich die SPD Karlsruhe-Land für ein neues Format entschieden. Im Vorfeld der Kreisdelegiertenkonferenz zur Nominierung des Kandidaten gaben die Mitglieder des Kreisverbands eine Empfehlung an die Delegierten ab. Vereinbart war, dass der unterlegene Bewerber das Votum der Mitglieder akzeptiert und auf eine Kandidatur bei der offiziellen Nominierungskonferenz verzichtet. In drei Veranstaltungen stellten sich der 28-jährige Patrick Diebold aus Ettlingen und der 36-jährige Uwe Pressler aus Weingarten den Mitgliedern als potentielle Kandidaten vor. Bei der ersten Veranstaltung in Bretten, bei der auch viele Genossinnen und Genossen aus Pfinztal anwesend waren, wusste Patrick Diebold die Mehrheit der Mitglieder mit seiner Vorstellung zu überzeugen. In Graben-Neudorf votierten sie für Uwe Pressler, in Malsch wiederum für Patrick Diebold. Das zusammengefasste Ergebnis aller drei Veranstaltungen lautete: 92 Stimmen für Diebold, 57 für Pressler. Somit wird Patrick Diebold bei der Nominierungskonferenz am 08. Februar als einziger Kandidat antreten. Diebold ist Diplom-Verwaltungswirt und arbeitet bei der Deutschen Rentenversicherung im Bereich Auslandsrenten Schweiz/Lichtenstein. Er ist Mitbegründer der Jusos Ettlingen und zusammen mit der Pfinztaler Genossin Aisha Fahir im Juso-Kreisverband aktiv. Sozialpolitik und hierbei besonders die Rentenpolitik steht bei ihm besonders im Fokus. Sein Ideal ist es eine gerechte, gleiche und freie Gesellschaft zu erreichen, und darüber zu streiten, was wir unter gerecht, gleich und frei verstehen.
Der Arbeitskreis Europa bietet auch in diesem Jahr Fahrten nach Straßburg und Brüssel an.
Straßburg: 15. Mai 2017 und 12. September 2017; Preis /Person: 20,- € (mit Stadtführung 27,- €).
Brüssel: 25. - 27. September 2016; Preis/Person: 250,- € im DZ (70,- € EZ-Zuschlag).
Nähere Informationen und Anmeldungen: Hans-Jürgen Gottwald, Tel.: 07255-725290; Mail: hjgottwald@go-systems.de
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