Stammtisch „Politik! – Steuern senken?

Veröffentlicht am 24.07.2011 in AG 60plus

Wir sind zwar mitten in einem Aufschwung, aber bei einer Staatsverschuldung von über 2.000 Mrd. Euro und einer für 2011 geplanten Neuverschuldung von rund 48 Mrd. Euro verbieten sich Steuererleichterungen für den sogenannten Mittelstand und die Reichen. Das war das Diskussionsthema der beim letzten Stammtisch „Politik“, bei dem auch Mitglieder von 60+ zugegen waren.

„Mehr Netto vom Brutto“, das Wahlversprechen der Bundesregierung, insbesondere der FDP, hat sich als Wahlbetrug herausgestellt. Heute haben viele Arbeitnehmer und Rentner netto weniger in der Tasche. Von einer Steuerentlastung, wie sie von der Bundesregierung jetzt vorgesehen ist, wird umso mehr profitiert, je höher das Einkommen ist. Diejenigen, die schon jetzt keine Steuern bezahlen, das ist die Mehrzahl der Rentner und Arbeitnehmer mit geringem Einkommen, gehen leer aus. Ein Ehepaar zahlt z.B. bis zu einem steuerpflichtigen Einkommen von ca. 17.000 €/Jahr überhaupt keine Steuern, also kann es auch steuerlich nicht entlastet werden. Im Gegenteil, Bürger mit niedrigem bis mittlerem Einkommen werden durch den Preisauftrieb und die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge (z.B. Zusatzbeiträge zu div. Krankenversicherungen) zusätzlich belastet.
Besser wäre, so die Meinung der Teilnehmer, eine Senkung der Krankenversicherungsbeiträge. Dann hätten selbst Arbeitnehmer und Rentner mit niedrigen Einkommen etwas davon, denn diese Beiträge fallen ab dem ersten eingenommenen Euro voll ins Gewicht.
Kritisiert wurde, dass trotz des Aufschwungs die Einkommen im unteren Bereich real gesunken sind und weiter fallen, so dass bei sehr vielen Arbeitnehmern vom Aufschwung nichts ankommt. Würden endlich Mindestlöhne eingeführt, könnten die Sozialversicherungsbeiträge um Milliarden sinken und dadurch alle Arbeitnehmer entlastet werden.

Terminankündigung: Nächster Stammtisch „Politik“ am
Mittwoch, 17. August im Gasthaus „Laub“.

 

Jetzt Mitglied werden

Nachrichten

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

Ein Service von websozis.info