Wasserpreis der Gemeinde

Aus der Gemeinderatssitzung vom 15.12.

Der Gemeinderat hat sich mehrheitlich auf eine Erhöhung der Trinkwassergebühr um 10 Cent auf nunmehr 2,10 Euro geeinigt, entgegen dem Vorschlag der Verwaltung, der die Beibehaltung der alten Gebühr vorschlug. Natürlich wollen wir unsere Bürger nicht über Gebühr belasten. Aber kann es im Interesse der Bürger sein, immer mehr Schulden anzuhäufen? Belasten Zins und Tilgung vor allem die zukünftige Bevölkerung nicht weitaus mehr? Wir haben 5 Millionen Schulden allein beim Trinkwasser, wir haben 564.000 Euro Verluste, die noch nicht abgebaut wurden und die auch mit der jetzigen Erhöhung um 10 Cent, nur um ca. 100.000 Euro reduziert werden, und wir haben in Zins und Tilgung über eine halbe Million im nächsten Jahr zu zahlen. Eine halbe Million werden unnütz verbraten und stehen damit nicht mehr für dringend notwendige Reparaturen, Investitionen usw. zur Verfügung. A propos Reparaturen: Auch dem Bürger fällt auf, dass immer mehr Wasserrohrbrüche auftreten. Kein Wunder bei zum Teil über 100 Jahre alten Leitungen. Aber für einen Austausch der Leitungen ist ja erst recht kein Geld mehr da, wenn ich so kalkuliere, wie die Gemeinde dies bisher getan hat. Dies ist auch dem um seine Gebühr besorgten Bürger nicht mehr zu vermitteln. Wir wissen, dass wir bedingt durch unsere Berg- und Tal-Gegend bereits einen relativ hohen Wasserpreis haben, verglichen z.B. mit den Flachlandgemeinden. Das darf uns aber nicht verleiten, auf Deubel komm raus mit diesen Kommunen in Konkurrenz treten zu wollen und fleißig immer mehr Schulden aufzunehmen.
Deshalb fordern wir jetzt schon für das nächste Jahr vor allem eine frühzeitige Diskussion mit Vorlage zielführender Varianten. Also z.B. um wie viel müssten wir den Preis erhöhen, wenn wir den Verlust abbauen wollen, Leitungen ersetzen wollen, und langfristig Schulden abbauen wollen. Da möchten wir eine langfristige 10-Jahresplanung haben, um verlässlich auch für die Bürger nachvollziehbare und vor allem nachhaltige Gebühren festlegen zu können. Dieser Begriff der Nachhaltigkeit fehlt mir bei den jährlichen Kalkulationen komplett. So als ob es egal wäre, was späteren Generationen oder auch Gemeinderatsnachfolger für Schuldenberge hinterlassen werden. Mir fehlt aber auch die Gebührengerechtigkeit. Wenn wir nicht anfangen unsere Schulden, Zinsen und Investitionen in die Kostendeckung korrekt mit einzubeziehen und infolge dessen immer mehr Schulden anhäufen, subventionieren wir das Wasser, statt die Bürger zu sparsamen Umgang mit dieser wichtigen Ressource anzuhalten. Das gleiche gilt für das Abwasser. Auch hier müssen wir in Zukunft anders kalkulieren. Wir akzeptieren den jetzigen Vorschlag, damit sich die Verwaltung in Ruhe Gedanken über die zukünftigen Gebühren machen kann. Aber wir erwarten andere und vor allem langfristige Kalkulationen im nächsten Jahr und bitte nicht erst eine Woche vor Weihnachten.

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