Was ist die Jugend heute noch wert?

Veröffentlicht am 09.07.2009 in Jusos in Aktion

Schon seit Jahren ist es üblich, dass der Abschlussjahrgang des LMG seine Schulzeit mit einem Fest für alle Pfinztäler Schüler beendet. Um das nötige Geld für diese Party aufbringen zu können beginnen die Abiturienten schon einige Zeit früher mit der Organisation so genannter 13er Partys. Zum Leidwesen aller Beteiligten häuften sich bei den letzten Veranstaltungen die Probleme mit randalierenden Gästen.

Wegen dieser Vorfälle beschloss der Abschlussjahrgang 2009, sich schon früh mit dem Ordnungsamt Pfinztal in Verbindung zu setzen, denn ihm lag viel daran, schöne Abende zu veranstalten. Um allen Auflagen gerecht zu werden fand die erste 13er Party im Bistro Havanna in Söllingen statt, in dem regelmäßig ähnliche Veranstaltungen stattfinden.
Um den aktiven Dialog zwischen Abiturienten und der Gemeinde aufrecht zu erhalten, traf sich der eigens gebildete Ausschuss mehrere Male mit dem Ordnungsamt.

Auch die zweite 13er Party, welche dieses Mal im Hasenheim in Söllingen stattfand, lief aus der Sicht der Veranstalter alles glatt. „Im Hasenheim war eine super Stimmung und es gab keinerlei Probleme, dafür hat unsere professionelle Security gesorgt“, sagte Silvia Vogel, eine der Hauptverantwortlichen, „In der Rittnertstraße ereigneten sich einige Vorfälle, von denen wir uns ganz klar distanzieren. Aber wir sind nicht mehr für den Heimweg unserer Gäste verantwortlich und können diesen nicht kontrollieren. Wir möchten uns dennoch bei den Betroffenen für die Unannehmlichkeiten entschuldigen.“

Was sowohl die Veranstalter als auch uns sehr überraschte war die Reaktion des Ordnungsamtes, das sich wohl ohne Rückfrage direkt an die Schulleitung wandte. In einem wüsten Brief von der Schulleitung wurde den Abiturienten die alleinige Verantwortung zugeschoben und vorgeworfen sie seien nicht in der Lage mit der Verantwortung umzugehen. Auch hier gab es zunächst kein Gespräch mit dem oben genannten Schülerausschuss. Die ganze Wut und Enttäuschung der Gemeinde wurde uns bewusst, als eine Woche vor der inoffiziellen Abiturfeier die benötigte Sperrzeitverkürzung verweigert wurde.
Verwundert über diesen Schritt wollten sich einige Abiturienten nochmals mit Rüdiger Müller, dem Leiter des Ordnungsamts treffen. Leider war mit ihm kein konstruktives Gespräch möglich und die Abiturienten standen machtlos wie begossene Pudel im Rathaus.

Hier zeigt sich eine Politik der vollkommenen Pauschalisierung, man schert alle Jugendlichen über einen Kamm und stellt sie als saufende, randalierende und asoziale Gruppe hin, deren einziges Ziel es sei, sich öffentlich daneben zu benehmen.
Sicher schwarze Schafe gibt es überall und Einige benehmen sich immer daneben, aber muss man deshalb zu so einen Rundumschlag ausholen?
Mit einem solchen Verbot bestraft man vor allem die Falschen. Wer sich betrinken und randalieren will, tut dies auch ohne eine Veranstaltung der Abiturienten.

Aber hier stößt man Abiturienten die Verantwortung übernehmen wollen vor den Kopf.
Sie wollen nicht nur das Ende ihrer Schulzeit feiern und ein Fest für die jungen Bewohner unserer Gemeinde veranstalten, sondern auch ihre erlernten Fähigkeiten zeigen.
Sei es als Musiker in der Abiband, beim Design der Plakate und Flyer oder bei der Organisation und Vorbereitung.

Hier zeigt sich eine völlig unverständliche Doppelmoral der Gemeinde.
Warum verhindert die Gemeinde eine Veranstaltung von jungen Erwachsenen für die Jugendlichen von Pfinztal, aber genehmigt jedes Jahr ähnliche Veranstaltungen von Vereinen, wie Musikfeste oder die Faschingsbälle?

JUSOS Pfinztal, Max Pfaff und CDU Ortschaftsrätin Silvia Vogel

 

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