Längeres gemeinsames Lernen

Veröffentlicht am 09.05.2008 in Landespolitik

Das wünschten sich alle Teilnehmer des Diskussionsabends „Zukunft Schule“, zu dem die SPD Pfinztal in die Aula des Bildungszentrums Berghausen eingeladen hatte. Mit den Schulleitern des Bildungszentrums, Friedbert Jordan von der GHWRS, Nuri Kiefer, von der GSR und Hans Riehm vom LMG, sowie mit der stellvertr. Landesvors. der GEW, Barbara Haas saßen die Menschen auf dem Podium, die tagtäglich die Verantwortung für die Schulbildung vor Ort übernehmen und mit dem Dschungel an immer neuen Vorgaben und Änderungen zurecht kommen müssen.

Aus der Politik durfte Dagmar Elsenbusch, Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat und Moderatorin des Abends, den Landtagsabgeordneten und bildungspolitischen Sprecher der SPD Dr. Frank Mentrup begrüßen. Alle Versuche des Kultusministeriums das dreigliedrige Schulsystem durch immer neue Modelle, wie die Kooperation von Haupt- und Realschule, zu retten, werden nichts daran ändern, dass es eine Zukunft für die Hauptschule in der jetzigen Form nicht geben wird, so der einhellige Tenor. Einigkeit herrschte auch darüber, dass eine grundlegende Reform des Schulsystems, bei dem auch das Gymnasium mit einbezogen wird, von Nöten ist. Nicht das Anpassen der Kinder an die Schularten, sondern die individuelle Förderung aller Kinder in einer Schule, das sollte heutige Schulpolitik sein. Leider sieht die Realität anders aus. Achtjähriges Gymnasium mit 36 Schulstunden pro Woche in der Mittelstufe und offene Ganztagsschulen ohne Zuweisung von pädagogisch ausgebildetem Personal sind nur Beispiele dafür, wie Schule derzeit in Baden-Württemberg aussieht. An die Eltern ging daher der Appell, sich gegen solche Zustände aufzulehnen, da nur sie die Macht haben, Veränderungen herbeizuführen.

 

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