Ein starkes Zeichen des Erinnerns in der Paulskirche

Veröffentlicht am 14.05.2025 in Veranstaltungen

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ ~ George Santayana. Das Zitat des Philosophen George Santayana war zwar nicht Teil des offiziellen Programms – und doch hätte kein Satz treffender als Überschrift über der Gedenkstunde stehen können, die am 8. Mai 2025 in der Frankfurter Paulskirche stattfand. Denn der 80. Jahrestag der Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Diktatur war nicht nur ein Tag des Gedenkens, sondern auch eine
eindringliche Mahnung an die Gegenwart.

Malik Kartal, unser stv. Vorsitzender der SPD Pfinztal und Sprecher der Jusos Pfinztal, nahm auf Einladung des US-Generalkonsulats Frankfurt an dieser würdevollen Veranstaltung teil. In der Paulskirche – dem historischen Herzstück deutscher Demokratie – versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Diplomatie, Gesellschaft und Medien, um gemeinsam zu erinnern, zu würdigen und zu warnen: vor dem Vergessen und vor den Gefahren, die aus Gleichgültigkeit erwachsen. In einer Zeit, in der antisemitische Vorfälle zunehmen, Rassismus wieder lauter wird und demokratische Werte unter Druck geraten, war die Gedenkstunde ein bedeutsamer Moment kollektiver Selbstvergewisserung.

Die Reden von Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef, US-Generalkonsul Brian Heath, Dr. Michael Fleiter und weiteren Gästen schlugen den Bogen von der historischen Verantwortung zur gegenwärtigen Aufgabe, demokratische Grundwerte zu verteidigen. Besonders tief berührte die Anwesenden der Zeitzeuge Hans Mattern. In ruhigen, klaren Worten berichtete er aus seiner Kindheit in der NS-Zeit – Worte, die eindringlicher waren als jedes Geschichtsbuch. Sie erinnerten daran, wie schnell aus schleichender Hetze tödlicher Hass werden kann. Wie wichtig es ist, früh zu widersprechen. Und wie viel Mut es braucht, Menschlichkeit zu bewahren.

Für Malik Kartal war die Teilnahme an dieser Gedenkstunde nicht nur eine große Ehre, sondern auch eine Verpflichtung. Das Erinnern ist keine bloße Rückschau. Es ist eine aktive Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen – für das Heute und für das Morgen. Am Ende der Veranstaltung stand nicht nur ein stilles Gedenken, sondern auch ein klares Bekenntnis: zur Demokratie, zur Menschenwürde, zur aktiven Zivilgesellschaft. Und zur Verpflichtung, das „Nie wieder!“ nicht nur zu denken, sondern zu leben – Tag für Tag, in Frankfurt, in Pfinztal, in Deutschland.

 

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