Klimaoffensive Pfinztal

Bundesumweltministerin Svenja Schulze in Rastatt. Unser Mitglied Martin Eisengardt war dabei und berichtet

Mit klaren Worten konnte Bundesumweltministerin Schulze im Bürgergespräch am 14.8. überzeugen. Ihre Einleitung lässt sich auf die Worte "Keine Ausreden mehr" zusammenfassen. Dies gilt sowohl für Kritiker des Klimawandels, als auch für die vielen Gruppierungen, die notwendige Maßnahmen stets verhindern wollen. Zudem solle man nicht ständig darauf verweisen, dass wir in Deutschland nur wenig Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß haben würden. Dass es sich lohnt, auch einfach einmal loszulegen, zeigt sich am Erfolg der Solarenergie, die durch Kostensenkung bei der Herstellung längst zur billigsten Stromquelle aufgestiegen ist.
 

Schulze stellte einen ganzen Strauß aus Ideen und Einzelmaßnahmen vor. Sie verwies auch viele Forschungsprojekte, wie beispielsweise den Untersuchungen, E-Autos in einem intelligenten Stromspeicher als dezentrale Energiespeicher zu verwenden. Oder auch das Zweitleben von abgeschalteten Kohlekraftwerken. Sie werden als große Speicherkraftwerke mit Salzlösungen verwendet. Die Technik der Stromgewinnung mit Turbinen und Strominfrastruktur ist bereits da. Die Arbeitsplätze können erhalten werden. Eine Win-Win Situation für den Klimaschutz.

Besonderen Wert legte Schulze darauf, dass sie ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit der SPD beim Klimakabinett am 20.9. vorstellen wird. Das Ziel sei es, die Gesellschaft zu verändern. Bewusstsein zu schaffen und Anreize. Dies müsse auch unpopuläre Maßnahmen einschließen, mit denen sie manchen Menschen vor den Kopf stoßen werde. Die Zeit, es allen immer Recht machen zu wollen, sei vorbei. Ihr sei es auch nicht bang, dass alle übrigen Ministerien von der CDU besetzt sind. Im Gegenteil: Der Anreiz, sich in einem sportlichen Klima-Wettstreit gegenüber anderen Ländern und insbesondere in der EU zu behaupten und voran zu gehen, ziehe auch bei der CDU.

Im Bürgergespräch kamen zudem auch weitere Themen, wie insbesondere die Bodenbelastung rund um Raststatt oder auch das Insektensterben auf. Schulze graut es vor der Vorstellung von "amerikanischen Verhältnissen", wo Bienenvölker in LKWs leben und zu Feldern gefahren werden, da sie dort vor Ort ausgestorben sind. Auch diverse EU-Mechanismen wurden von ihr deutlich kritisiert, dass beispielsweise Handelsströme befördert werden von Massen-Import von Soja als Futter für Massentierhaltung, die in chinesischen Kühlschränken landen und dass gleichzeitig ökologisch arbeitende Kleinbauern deutlich behindert werden.

Die SPD Pfinztal hat aus dem Gespräch insbesondere herausgezogen, dass wir das Gespräch mit den Berliner Experten für Klimaschutz suchen werden. Als Beratung für unsere Gemeinde, aber auch für jeden einzelnen Pfinztäler. Sehr kurzfristig konnte unser Mitglied Martin Eisengardt hier den Kontakt herstellen

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