Noch mehr LKWs in Pfinztal

Heißes Thema der letzten Fraktionssitzung waren die Auswirkungen des neuen Generalverkehrsplans (GVP) von Baden-Württemberg für Pfinztal. Darin heißt es: „Nach den Ergebnissen der Verkehrsprognosen zum GVP sollen Güterverkehr und Logistik in Baden-Württemberg entgegen dem in Teilen Deutschlands erwarteten Trend einer stagnierenden Entwicklung bis 2025 weiter wachsen. Die Transportmengen sollen dabei voraussichtlich um ein Drittel, die Transportleistung um etwas mehr als zwei Drittel zunehmen. Wichtigster Verkehrsträger im Güterverkehr bleibt auch in Zukunft die Straße. Vier von fünf Sendungen im Land werden im Jahr 2025 auf der Straße befördert.“ Schön, dass unsere Wirtschaft brummt, schlecht, dass dafür die „Straße“ herhalten muss und wir somit mit noch mehr LKWs zu rechnen haben.
Überhaupt fällt auf, dass keine Konzepte vorgestellt werden, sondern nur Prognosen, Hochrechnungen, Zustandsbeschreibungen. Man kann aber auch Verkehr und Warenflüsse steuern. Das wäre sogar oberste Aufgabe der Landesregierung.
Man könnte den Güterverkehr auf Schiene und Wasser fördern, man könnte Orte, die am Verkehr ersticken, durch LKW-Maut oder LKW-Durchfahrtsverbote schützen. Man könnte den ÖPNV fördern, um noch mehr PKW von der Straße zu bekommen. Aber solche Ansätze fehlen.
Ebenso fehlt der bislang mit jedem GVP verknüpfte Überblick über die tatsächlichen Vorhaben und Projekte. Der soll nachgereicht werden.
Wahrscheinlich stört da im Moment die bevorstehende Landtagswahl und man möchte nicht, dass der Bürger zwischen Versprechungen und Realität vergleichen kann.
Ergebnis: fast alle Verbände in Baden-Württemberg, angefangen vom Automobilverband bis zu den Umweltverbänden, laufen Sturm. Zu Recht.
Für die Bürger Pfinztals, vor allem für die Anwohner der Bundesstraßen, ist eine solche Politik jedenfalls eine Zumutung.

Ihre Vertreter im Gemeinderat

Jetzt online spenden

Jetzt Mitglied werden

Nachrichten

24.06.2022 15:36 Wir müssen die Erweiterungsfähigkeit der EU mutig vorantreiben
Die Entscheidung, der Ukraine und Moldau einen Beitrittskandidatenstatus zu verleihen, ist nichts weniger als ein historischer Meilenstein, so SPD-Fraktionsvize Achim Post. „Die Entscheidung der EU-Staats- und Regierungschefs, der Ukraine und Moldau einen Beitrittskandidatenstatus zu verleihen, ist nichts weniger als ein historischer Meilenstein für Solidarität, Kooperation und Zusammenhalt auf dem europäischen Kontinent. Gemeinsam mit dem französischen… Wir müssen die Erweiterungsfähigkeit der EU mutig vorantreiben weiterlesen

24.06.2022 13:36 Wir stehen für eine gesellschaftliche Modernisierung
Der Bundestag hat die Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen aus dem Strafgesetzbuch beschlossen. Das war längst überfällig, sagen die beiden SPD-Fraktionsvizes Dirk Wiese und Sönke Rix. Dirk Wiese, stellvertretender Fraktionsvorsitzender: „Heute schlagen wir ein neues Kapitel in der Rechtspolitik auf, indem wir für mehr Rechtssicherheit für Ärztinnen und Ärzte einerseits und für mehr Selbstbestimmung von Frauen… Wir stehen für eine gesellschaftliche Modernisierung weiterlesen

24.06.2022 09:04 BAföG weiter öffnen und elternunabhängiger machen
Der Bundestag hat die 27. BAföG-Novelle verabschiedet, eine der umfangreichsten Reformen seit 20 Jahren. Darin werden u.a. die Bedarfssätze, der Kinderbetreuungszuschlag und der Wohnzuschlag erhöht. „Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. In kaum einem Industrieland hängen die Bildungschancen so sehr vom Elternhaus ab wie in Deutschland. Immer weniger Menschen haben BAföG erhalten. Diesen… BAföG weiter öffnen und elternunabhängiger machen weiterlesen

Ein Service von websozis.info