Auch in Pfinztal nehmen immer mehr Eltern das Elterngeld und die damit verbundene einjährige Auszeit in Anspruch. Was geschieht mit den Kindern, wenn die Eltern nach einem Jahr wieder zur Arbeit gehen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die SPD-Fraktion bei ihrer letzten Sitzung.
Natürlich stehen auch in Pfinztal zahlreiche qualifizierte Tagesmütter zur Verfügung. Die SPD ist allerdings der Ansicht, dass auch die Gemeinde in der Pflicht steht, ein Angebot vorzuhalten, zumal ab 2013 sogar an Rechtsanspruch auf Betreuung Einjähriger besteht. Hierfür wäre z.B. die alte Post in Berghausen, direkt neben dem kommunalen Kindergarten, die sich im Besitz der Gemeinde befindet, nach Meinung der SPD-Fraktion bestens geeignet. Um für den im Herbst anstehenden Haushalt bereits mit konkreten Zahlen gerüstet zu sein, hat die SPD-Fraktion in der letzten Gemeinderatssitzung deshalb die Ermittlung der betreffenden Kosten (Umbau, Sanierung, Betriebskosten, usw.) gefordert. Denn Eile ist geboten. Der Bund subventioniert den Krippenausbau zurzeit mit hohen Summen, die aber über die Länder laufen. Da wieder ein „Windhundverfahren“ wie bei den Zuschüssen für die Ganztagsschulen befürchtet wird, sollte Pfinztal zu den ersten Antragstellern gehören, um auch sicher an diese Zuschüsse zu gelangen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Gemeinderatsmehrheit von der Wichtigkeit dieses neuen Betreuungsangebots überzeugen lässt und dem Antrag der SPD zustimmen wird. Wenn Pfinztal für junge Familien attraktiv sein will, wenn sich das zu erwartende Baugebiet Engelfeld zwischen Berghausen und Söllingen füllen soll, dann brauchen wir ein umfassendes Betreuungsangebot. Denn Familien die bauen, sind allein schon auf Grund unserer Baupreise in der Regel Doppelverdiener und benötigen qualifizierte Betreuungsangebote. Ganz in diesem Sinne hat die SPD-Fraktion deshalb im letzten Finanzausschuss auch eine Ausdehnung der für das Baugebiet Schlangenrain in Kleinsteinbach beschlossenen Familienförderung auf alle zukünftigen Baugebiete gefordert.
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